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Stresshormon im Griff: Wie Sport hilft – und wann er schadet


Bild: Tobias Hase/dpa-tmn

Der Frühling bringt viele in Bewegung. Das hat neben positiven Effekten auf das Herz-Kreislauf-System auch Vorteile für die Stressregulation. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) erklärt, wie Sport das Hormon Cortisol beeinflusst, das eine zentrale Rolle im Zusammenhang mit Stress spielt.

Was ist Cortisol? Cortisol wird in der Nebennierenrinde produziert und gehört zu den wichtigsten Hormonen im menschlichen Körper. Es hilft dabei, Energiereserven zu mobilisieren, reguliert den Stoffwechsel und hat entzündungshemmende Wirkung.

Schlafstörungen und Bluthochdruck bei chronischem Stress

Kurzfristig erhöhte Cortisolwerte helfen dem Körper, in stressigen Situationen schnell handlungsfähig zu sein. Problematisch wird es jedoch, wenn das Hormon dauerhaft erhöht ist, etwa durch berufliche und private Belastungen, Alkohol- oder Koffeinkonsum, erklärt Endokrinologe Prof. Matthias Kroiß von der DGE.

«Chronischer Stress führt dazu, dass der Hormonhaushalt des Körpers aus dem Gleichgewicht gerät. Dies kann Schlafstörungen, Bluthochdruck und sogar eine Schwächung des Immunsystems begünstigen», so Kroiß.

Mit Freude vorbeugend aktiv sein

Bewegung wirkt hier vorbeugend: «Menschen, die sich regelmäßig bewegen, haben oft weniger Stress und eine gesündere Cortisolkurve.» Wer regelmäßig körperliche aktiv ist, stabilisiert die Stresshormonproduktion und kann schneller entspannen.

Besonders empfehlenswert sind moderate Sportarten wie Radfahren, Spaziergänge, Schwimmen oder Yoga, die auch zur mentalen Entspannung beitragen, so Kroiß. 

Zu viel Training ohne ausreichende Erholung kann hingegen das Gegenteil bewirken: «Wer sich dauerhaft überlastet, ohne ausreichend Erholungsphasen einzuplanen, riskiert einen dauerhaft erhöhten Cortisolspiegel», erklärt Mediziner Kroiß. «Bewegung sollte durchaus anstrengen, aber vor allem Spaß machen.»


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(02.04.2025)